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Caracas- Angel Falls-Singing in the rain und der Traum der Weite / Gran Savanne (von Herbert Eder)

Raus aus dem kleinen Paradies Puerto Colombia - denselben wilden Berg, die wilden Kurven, mit dem Gehupe und Gekreische wieder zurück - weiter nach Caracas

endlich Hotel mit Platz aber teuer - sehr teuer - Schluss, keine Lust mehr, wir bleiben - Taxi zahlen - nun doppelt so teuer wie ausgemacht - Gauner - nützt aber nichts - Hotel fein - zu fein - die Leute fein - wir nicht fein - die Leute riechen gut - wir stinken - Frauen High Hills - ,wir Flip Flop - aber Pool im 18. Stock und tolle Aussicht - wir haben keine Zeit - müssen zum Busticket kaufen für den Nachtbus am nächsten Tag - Hoch Saison - wir gehen zu Fuß zu privater Busgesellschaft – kommen dort an - aber in unsere Gegend, Ciudad Bolivar, fahren Sie nicht - Scheiße - nun Taxi zur anderen Gesellschaft - zahlen - steigen aus - Bus für nächsten Abend voll - scheiße - wieder Taxi - raus aus der Stadt - Taxi zahlen - Busbahnhof - Schalter - ja Bus fährt – aber Tickets nur am selben Tag - das gibt’s doch nicht - die totale scheiße - und Taxi ins Hotel - zahlen - 3 Stunden, viel Geld, für nix

dann früh am Morgen – ich um 7.00 Uhr auf - Taxi - zahlen - Busbahnhof - endlich Tickets - Taxi zum Hotel - zahlen - nun aber super Frühstück - bald kommen auch Anna und Mauricio - wir frühstücken weiter – mit Metro ins Zentrum - ganz toll – Museum für Moderne Kunst - ganz super – von Gefahr für uns keine Spur – weder in der Metro noch auf den Straßen - wir mögen nun Caracas - Zeit zu kurz - müssen leider weiter - Metro zum Hotel - Taxi zum Busbahnhof - eiskalter Gefrierbus die ganze Nacht - durchgehend Regen - aber Angel Falls bald sehen wir Euch - Ankunft früh am Morgen - kommen in eine Posada - kleine private Vermietung von Zimmern und Hütten - unsere Posada mit Tieren und gutem Essen - Besitzer Deutscher mit Venezolanerin - ganz nette Leute - ausgezeichneter Wein und viel Bier - lustige Nacht mit Peter dem Chef - am nächsten Tag noch ein bisschen rauschig zum Flughafen mit vier Österreichern – Linzer, mit zwei feschen Töchtern - Mama Mathematik Lehrerin - macht mit Mauricio jede freie Minute Mathematik - ein Wahnsinns Glück - kleine Flieger am Flughafen warten schon - wir bekommen einen Sechs Sitzer mit zwei Spaniern zugeteilt - fliegen etwas mehr als eine Stunde über die Weite der Savanne, den Dschungel und einem großen Stausee mit Tausenden Inseln

Landung im einzigen Dorf in der Umgebung der Angel Falls / Canaima - es wird Touristisch, aber das ist normal – es wird Militärisch - und das ist nicht normal – Kleine LKW´s bringen uns ins Basislager - hier rein sagen Sie - dort hinsitzen - einen Moment warten - Ihr bleibt nicht hier - Ihr müsst heute weiter zu den Angel Falls - in 20 Minuten geht´s los - Jause unterwegs - ich sag Moment, Moment - Moment gibt´s nicht - aber die vier Österreicher gehören noch zu uns - okay, okay - Ihr fahrt zusammen - gleich geht’s los - Mama Mia - dann sind da noch eine Frau aus Bayern - ein Venezolaner - zwei Mexikanerinnen - zwei Engländerinnen und zwei Japaner - Hopp, Hopp - rein in den Mini LKW - und los - 10 Minuten bis zum Fluss - Schwimmwesten - rein ins Boot - das Wetter ist schön - ab nun wird´s super, bald schon der erste Stopp - starke Stromschnellen mit Niedrigwasser - Bootsführer fährt alleine weiter - wir steigen aus, bekommen unsere Jause und gehen eine halbe Stunde den Fluss entlang - zurück ins Boot - bald nächster Halt - kleiner Wasserfall mit Natur-Swimmingpool - Linzer Vater geht ins Wasser - für uns zu kalt - wir bleiben draußen - weiter den Fluss hinauf - traumhafte Landschaft - Tafelberge - Unmengen von Wasserfällen - kommen aus den Tafelbergen wie aus dem Nichts - wie mit Messern Löcher in den Stein gestochen, stürzen Sie die Felsen hinab - der Fluss wird enger - Bootsführer manövriert sensationell - durchfährt Stromschnellen, nun mit uns - hindurch zwischen riesen Gesteinsbrocken - der Himmel verfinstert sich - wir steuern nach links - Gott sei Dank dem blauen Himmel entgegen - bald geht´s wieder nach rechts - oh je - der Himmel wird schwarz - bald ist es egal - weil nun wird alles schwarz - dann geht´s los - dicker Tropfen und Tropfen - bald mehr und mehr - dann Kübel um Kübel - oh Scheiße - der Regen knallt auf die Haut - die Filmtasche - dort ist alles drin - Sie ist unser Leben - mit Pässen, Geld, Film und Fotokamera - hoffentlich geht alles gut – viel anderes Kleinzeug ist noch drin - kurz vor dem Ziel hört der Regen auf - wir sind nicht nass - wir sind voll wie Schwämme - die Nebel lichten sich Wolken rauschen davon - wir sehen den Berg, wir sehen den Angel Fall zum ersten Mal - ergreifend, faszinierend - wie muss sich Jimmy Angel vorgekommen sein als er Ihn entdeckte - die Nässe ist vergessen - wir legen an - steigen hinauf zum Camp - fantastisch - ein Dach aus Wellblech - Sandboden - zirka 60 Hängematten - die Linzer werden eingeteilt - Hängematte 1, 2, 3, 4 - dann wir mit Hängematte 5, 6, 7, - neben mir auf 8 ein englisches Schreckgespenst - raus aus dem nassen Zeug und rein ins trockene - es ist später Nachmittag - das Wetter ist gut - nicht weit vom Camp ein toller Platz mit Sicht auf den Wasserfall - viele Fotos und Film - wer weiß wie es mit dem Wetter weiter geht - zurück zum Camp - Abendessen - wir sind die einzigen mit Wein - werden von allen beneidet - aber Peter der Deutsche aus der Posada hat Ihn uns mitgegeben - wir glauben er mag uns Österreicher weil wir mit Ihm vor Abreise so nett gefeiert haben - dazu gibt es Hendlhaxn vom offenem Grill - punkt 21.00 Uhr Strom aus - bald in die Hängematte - kurz drauf Tock, Tock, Tock aufs Wellblechdach - es beginnt wieder zu regnen - heftig - dann noch heftiger - bald brutal - lange Nacht - unruhige Nacht, feuchtkalte Nacht

am nächsten Morgen ist unser Bach ein reißender Fluss - dreimal so hoch - 6.30 Uhr – Camp schläft – Hängematten baumeln leise hin und her – Anna und Mauricio eingerollt in Ihren Schlafsäcken – ich geh raus – Dschungelstimmung – erste Sonnenstrahlen – Dunst und Nebelschwaden – blauer Himmel – ich lauf zum Aussichtsplatz – der Wasserfall erstrahlt – heute doppelt so stark wie am Abend zuvor – die Sonne taucht Ihn in unglaubliches Licht – Nebel steigt auf und geht – Mystik pur – Naturschauspiel - Farbenspiel – zurück zum Camp – alles ist nun auf den Beinen – Frühstück – auf zum Boot – 20 Minuten weiter den Fluss hinauf – das Boot kämpft schwer im reißenden Fluss – wir legen am Ufer an - ab nun zu Fuß – rein in den Dschungel – die ganze Horde – 1 1 /2 Stunden durch unwegsames Gelände – durch den vielen Regen ist es glitschig und rutschig – Wurzeln halten auf – Lianen schlagen ins Gesicht – es geht durch Dreck und Matsch – ich gehe mit Flip Flop wie schon die ganze Reise – Mauricio mit Golden Nike Turnschuhen – Anna mit geschenkten Golfschuhen die sich schon bald auflösen – mit Schnüren versucht man Sie zu halten – etwas schwierig – aber Sie schafft es bis hinauf – endlich der Angel Fall erhebt sich vor uns – gewaltig und doppelt so stark durch den vielen Regen fällt er 975 Meter nahe an uns herab – normalerweis gibt es hier auch einen Natur Swimmingpool den viele benutzen – im Moment aber bist Du nach Sekunden in diesem Pool tot – so brutal läuft das Becken über – wir bleiben noch und genießen – irgendwann müssen wir zurück ins Camp – den glitschigen Berg hinab – Annas Schuhe nun schon in drei Teilen aber viele Schnüre halten alles zusammen – Camp mit Mittagessen und vielen Spinnen – auch eine Vogelspinne, die ich schnell fange – Anna ist begeistert – dann rein ins Boot – in doppelter Geschwindigkeit den reißenden Fluss hinab ins Basiscamp – ruhiger Abend ohne Regen – gleich in der Nähe am Fluss der hier einen See bildet , weißer Karibikstrand – viel Rum und Bier - haben wir uns verdient – im Hintergrund wie ein Bühnenbild drei große reißende Wasserfälle – erst kurz im Bett schon wieder starker Regen – die ganze Nacht – am nächsten Tag grau in grau und immer noch Regen - Wasserfall-Wanderung – Anna und Mauricio und die Linzer Frau Lehrerin und eine Ihrer Töchter geben auf – gehen nicht mit, viel zu nass – Lehrerin macht Mathematik mit Mauricio – die anderen der Gruppe starten – und wir sind nass – zuerst mit Boot über den Fluss – nahe an den großen Wasserfällen vorbei – Nässe dringt schon bis zur Unterhose – nun Fußmarsch – durch Savanne – dann Dschungel – wunderschöne kleine Gift Frösche – dann hören wir – bald sehen wir – den braunen, dicken, brutalste herunterstürzenden Wasserfall – unser Führer sagt wir gehen nicht – bei diesen Wassermassen viel zu gefährlich – da kommen zwei mit Führer den Steg herauf – und unserer schöpft Mut - und sagt wir gehen – Kameras bitte in Plastik einhüllen denn jetzt geht es los – wir wissen nicht was uns erwartet – die Hälfte der restlichen Gruppe bleibt zurück – wir steigen ein – es donnert, es dröhnt, es rauscht – noch sind wir unter Felsen – plötzlich ein Windstoß – wie eine Watschen drückt es uns das Wasser herein – wir sehen nichts mehr – es ist wild – denke mir scheiße meine Kamera – dann wird’s noch wilder – nun geht es direkt durch den Wasserfall – wie Tonnen von braunem Wasser stürzen auf unsere Köpfe – Sicht ist nun Null – Atmung ist Null – Weltuntergang – Hurrikan – Springflutstimmung – dann draußen – Kamera hat dicht gehalten, Sie funktioniert – nebenbei regnet es immer noch in Strömen – aber jetzt alles wieder zurück – Knietief über unsichtbare Steine – Wasser, Wasser und nochmal Wasser – bis zurück ins Camp – auf dem Weg summe ich vor mich hin – singing in the rain – da höre ich laut hinter mir den Linzer Papa singen – we are singing in the rain – wir erreichen das Lager – ich denke mir das es vielleicht gut war Mauricio zuhause im Camp zu lassen – da sehen uns unsere Familien fetz nass auf Sie zukommen und lachen – wir finden das war spektakulär – ein Wahnsinn und unübertrefflich – Rum wärmt uns auf – ab nun hoffen wir das uns bei diesem Wetter die kleinen Flieger aus dem Camp rausholen können – endlich das okay – unsere Cessna mit Pilot wartet schon – ab nach Bolivar – Mauricio Copilot – während dem Flug gibt Pilot den Steuerknüppel an Mauricio – im Zick zack geht es zurück – noch eine Nacht bei Peter in der Posada – wieder Party mit dem Tanz der sterbende Schwan

am nächsten Tag im Toyota Landcruiser durch die Gran Savanne an die Brasilianische Grenze – die Gran Savanne ein weiterer unerwarteter Highlight – ein Naturschauspiel - ein Spiel der Farben - unfassbare Weiten – Tafelberge wie der Roraimer – ein Afrika ohne Tiere – über zerfurchte und von Regen zerstörte Nebenstraßen besuchen wir Indianerdörfer – immer wieder verfolgt von starken Regengüssen – wir ernähren uns von Hendl und Reis – dann wieder von Reis und Hendl – dazu scharfe Sauce von Termiten und Ameisen – kurz vor der Grenze nach Brasilien noch eine verrückt, schöne Posada – diesmal heißt der Deutsche Eric – wieder eine Spaß Nacht mit Rum – und endlich wieder gutes Essen – am nächsten Tag bringt uns Eric zur Grenze – an den Tankstellen Autokolonnen – Militär – Benzinschmuggel – und Schmuggel – und Schmuggel – während dem Schreiben dieses Berichts geht die Fahrt nach Boa Vista in Brasilien – von dort Flug über Manaus, São Paolo nach Rio de Janeiro – heute letzter Abend – schreiben die letzten Zeilen – der Zuckerhut ein Wahnsinn – die Stadt, die Strände – die Copacabana – und der Friseur für Anna – sensationell - morgen noch zur Christusstatue mit 38 Meter – das war’s – bis zur nächsten Reise – wir freuen uns drauf – hoffentlich Ihr auch !!!!

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